Initiative der Ärztinnen und Ärzte gegen den Bau des Kohlekraftwerkes in Mainz

 
 

229 Ärztinnen und Ärzte haben bisher die Initiative der Ärztinnen und Ärzte
gegen den
Bau des Kohlekraftwerkes in Mainz unterzeichnet

Unterstützen Sie als Ärztin oder Arzt den Appell, um die politisch Verantwortlichen hinsichtlich des geplanten Neubaus eines klima-und gesundheitsschädlichen Kohlekraftwerks zum Umdenken zu bewegen!

> Jetzt unterzeichnen <

Wir sind als Ärztinnen und Ärzte dazu verpflichtet, für die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger Sorge zu tragen. Daher halten wir den Bau eines neuen Kohlekraftwerks aus medizinischer Sicht für unverantwortbar.

Der Appell der Initiative der Ärztinnen und Ärzte gegen das geplante Mainzer Kohlekraftwerk richtet sich an die Vertreterinnen und Vertreter der politischen Parteien in den Gremien und Aufsichtsräten der KMW und der beteiligten Stadtwerke.

 

AKTUELLES: ALLGEMEINE ZEITUNG MAINZ vom 17.05.2008

Schwere Schäden in Gefäßen - "Nachtvorlesung für jedermann" zu den Gefahren der Feinstaubbelastung

"Feinstaubbelastung - Was ist das? Wie wirkt sich das aus?" Darum ging es bei der ersten Veranstaltung der neuen Staffel der Nachtvorlesungen der Universitätsklinik in Zusammenarbeit mit der AZ. Ausdrücklich sollte dabei die medizinische Bewertung im Vordergrund stehen. (Von Moritz Meyer)

Das man sich auf schwieriges Terrain begibt, war Prof. Christian Friedrich Vahl klar. "Dennoch wollen wir die politische Debatte aus der Veranstaltung raushalten", sagte der Gastgeber der Nachtvorlesung am Rande des Auftaktes zur neuen Staffel.

Doch beim Thema drängt sich der Bezug zum geplanten Kohlekraftwerk auf der Ingelheimer Aue auf. Die Referenten Dr. Georg Greschner, Experte für physikalische Chemie, und Lungenfacharzt Dr. Uwe Semmler erlaubten sich den ein oder anderen Seitenhieb in Richtung der Kraftwerksbefürworter. Als aber einer der Hörer die Publikumsdiskussion zur Debatte um Feinstaubgrenzwerte machen wollte, zeigte sich, dass das Auditorium der Nachtvorlesung mehr an medizinischen Sach- als an politischen Streitfragen interessiert war: Mit deutlichen Zwischenrufen ("Das interessiert heute keinen hier!") erstickten sie diese Diskussion im Keim.

So konnten die Referenten sich auf das konzentrieren, wofür die Nachtvorlesung seit mittlerweile zwölf Staffeln geschätzt wird: hohe wissenschaftliche Kompetenz, anschaulich nahe gebracht. Denn das banal klingende Thema "Feinstaub" erweist sich als hochkomplexe wissenschaftliche Materie. Georg Grescher klärte auf: "Feinstaub ist nicht zu verwechseln mit dem gewöhnlichen Haus- und Straßenstaub, der aus Asphaltabrieb, Pollen oder Sand besteht." Dieser Staub sei sehr viel größer als der nur wenige tausendstel Millimeter kleine Feinstaub. Zum Vergleich könne das Verhältnis eines Körnchens groben Zuckers zu einem Körnchen Puderzucker dienen, veranschaulichte Semmler. Auf Grund dieser geringen Größe dringt Feinstaub bis in die kleinsten Gefäße vor und verursacht dort schwere Schäden, wie Herzrhythmusstörungen oder Schlaganfälle. "Eine hohe Feinstaubkonzentration erhöht definitiv die Todesrate in einem Gebiet", warnte Semmler. Daher sei es wichtig, selber dafür zu sorgen, die Feinstaubbela-stung gering zu halten. Und das ist gar nicht so leicht: Ein Großteil der gefährlichen Mikropartikel entsteht unvermeidbar im Alltag - beim Autofahren oder Heizen. Deshalb zählen kleine Beiträge, zum Beispiel die Benutzung eines Elektrogrills statt Holzkohle oder Verzicht auf die besonders feinstaubhaltigen Zigaretten.

Für Zuhörerin Ute Stromowski ein Warnschuss: "Im Alter will man bestimmte Fehler erst recht vermeiden. Ich werde noch stärker gegen das Rauchen vorgehen." Iris Dorwitt hingegen bleibt entspannt: "Man ist den ganzen Risiken ohnehin ausgeliefert und die Menschen werden doch trotz-dem immer älter. Ich werde meine Gewohnheiten jetzt nicht ändern."

Dennoch findet sie es gut, dass die Ärzte Stellung beziehen und auf gesundheitliche Gefahren hinweisen. "Ärzten vertraut man eher als Politikern", findet sie. Spätestens im Biergarten vor dem Hörsaal waren Kohlekraftwerk und Fluglärm also wieder in aller Munde. Dank der Nachtvorlesung ohne Polemik, stattdessen mit neuen und sachlichen Erkenntnissen.

http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=3284954

 

"Medizinische Erkenntnisse sind alarmierend"

Professor Vahl zu Feinstaub und Fluglärm (Allgemeine Zeitung vom 04.06.2008)
http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=3306634

 

Erörterungstermin brachte zahlreiche Schwachstellen des Kohlekraftwerkes ans Licht

Als Resümée des Erörterungstermin im Rahmen des Bundesimmisionschutzgesetzes (BImSchG) lässt sich feststellen, dass die Kohlekraftkritiker mit der KMW einen schlecht vorbereiteten Antragsteller vorfanden. Fast zu jedem Tageordnungspunkt konnten erhebliche Mängel und Lücken in den Unterlagen feststellt werden. Auch für die Ärzteinitiative steht nach 12 Verhandlungstagen umso mehr fest: Das Kohlekraftwerk ist nicht genehmigungsfähig! Wir wünschen uns eine eingehende Prüfung der aufgezeigten Mängel in den Antragsunterlagen der KMW und der neu vorgetragenen Aspekte.

Wir unterstützen die Forderungen der Bürgerinitiativen KoMa (Kohlefreies Mainz) und KeKoWi (Kein Kohlestrom Wiesbaden)an die KMW und die Behörde:

- Durchführung eines Raumordnungsverfahrens
- Durchführung einer FFH-Verträglichkeitsprüfung
- Studie zur Gesamtbelastung der Region Mainz/Wiesbaden inkl. Vorbelastung und Ausbau des Frankfurter Flughafens
- Erstellen eines Klimagutachtens, in dem die Auswirkungen des Kohlekraftwerks auf das Klima geprüft werden
- Ernsthafte Prüfung von Alternativen zum Kohlekraftwerk

Hier finden Sie den Newsticker der KoMa zum Erörterungsverfahren (820 KB)

 

Über 58.000 Einwendungen gegen das Mainzer Kohlekraftwerk !!

Mainz, Freitag, 15.02.2008. Um fünf vor zwölf überreichten Vertreter zahlreicher Anti-Kohlekraftwerks-Initiativen weitere 20.000 Einwendungen gegen das geplante Kohlekraftwerk auf der Ingelheimer Aue der SGD Süd in Mainz. Zuvor waren laut Auskunft der SGD Süd bereits mehr als 38.000 Einwendungen eingegangen. Somit stieg die Zahl der bisher eingereichten Einwendungen auf über 58.000 an. Eine Zahl, die die Politiker nicht länger ignorieren dürfen.. [mehr Infos]

Vielen Dank für Ihr Engagement!

 

Ärzteinitiative wächst: Initiative Wiesbadener Ärztinnen und Ärzte gegen das geplante Kohlekraftwerk

www.aerzte-initiative-wiesbaden.de